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Lebendige Gechichte
Die Lektüre „Zwei rostbraune Zöpfe“ von Raphaela Kehren bot die Grundlage für die Klasse 7a, sich mit dem Dritten Reich im Deutschunterricht auseinander zu setzen. Hier geht es um die Erlebnisse eines jüdischen Jungen und seiner Familie während der NS-Zeit. Es handelt sich um die literarische Bearbeitung einer authentischen Geschichte, die es Jugendlichen von heute erlaubt, sich einen Eindruck über die Gräueltaten des Nazi-Regimes zu machen.
Die Unterrichtseinheit wurde fächerverbindend auch in Geschichte durch Zusatzinformationen gestützt. So wurde im Laufe des Unterrichts u.a. der Bombenangriff der Alliierten auf die deutsche Stadt Dresden thematisiert.
Zu diesem schrecklichen Ereignis ist es den Schülerinnen und Schülern am Mittwoch, 15.03.2006, möglich gewesen einer Augenzeugin zu begegnen: Die Großmutter einer Schülerin überlebte sechsjährig die schreckliche Bombennacht in Dresden und hat sich bereit erklärt den Jugendlichen davon zu berichten. Da sie bis in die frühen Fünfziger Jahre in Dresden lebte und danach – knapp siebzehnjährig - ihren Wohnsitz an den Niederrhein verlegte, konnte sie ebenfalls über den Wiederaufbau in Ost und West aus erster Hand berichten.
Für diese Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit einer Zeitzeugin der jüngeren Geschichte unseres Landes sind die Schülerinnen und Schüler sowie der Deutschlehrer Stefan Kremer sehr dankbar.
 
Kurz und nicht bündig!
Kurz sind sie - die Geschichten, die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10c im Rahmen des Deutschunterrichtes geschrieben haben. Sie haben außerdem einen offenen Schluss, einen linearen Handlungsverlauf, eine straffe Kommposition und... ...kurz gesagt, es sind Kurzgeschichten.

Vielleicht mag den Leser die Vorliebe für heikle Themen, für brisante Momente im Leben der Personen oder für Außenseiter der Gesellschaft zunächst verwundern ?!

Doch gerade dieses Bestreben, den Leser zu provozieren und zu aktivieren, ist Merkmal von Kurzgeschichten. Seht selbst!



A. Berndzen
 
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