Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, da es zur Einführung der Tablets sicherlich einige Fragen gibt, haben wir versucht, alle relevanten Fragen für Sie und Euch kompakt in einer FAQ zusammenzufassen (Download als PDF). 

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, da es zur Einführung der Tablets sicherlich einige Fragen gibt, haben wir versucht, alle relevanten Fragen für Sie und Euch kompakt in einer FAQ zusammenzufassen (Download als PDF). 

Schulträger und ITK-Rheinland: Wer steckt dahinter?

Im Folgenden tauchen zwei Vokabeln auf, die wir vorab kurz erklären möchten:
Der Schulträger ist die Stadt Neuss.
Die ITK Rheinland ist der kommunale IT-Dienstleister im Namen und Auftrag der Stadt Neuss.

Wie sollen die Tablets eingesetzt werden? Was wird mit den Tablets gemacht?

Der Einsatz erfolgt da, wo es den FachkollegInnen sinnvoll erscheint, gerne in Unterrichtsreihen, aber auch in einzelnen Stunden. Ebenso ist es erwünscht, dem Medium kritisch zu begegnen und z.B. ganz bewusst Reihen oder Einzelstunden ohne Tablet durchzuführen. Durch das Tablet und das intensiv fortgebildete Kollegium wird eine exzellente Umsetzung der Lehrpläne inklusive des Medienkompetenzrahmens NRW erst möglich. Beispiele: Aufgaben mit Selbstkontrolle, simple Einsetzübungen, wie im Fremdsprachenunterricht, Präsentationen in allen Fächern, Recherche in allen Fächern, Vokabellernen, Filmmaterial in Naturwissenschaften, Kameranutzung in Sport, Ersatz für ein Hausaufgabenheft, Programmierung/Coding, insbesondere in Vertretungsstunden sehr einfach und sinnvoll einsetzbar. Der Einsatz erfolgt immer da, wo Unterricht einfacher, effektiver, intuitiver, vertiefter, kurz um angereichert und abwechslungsreicher wird.

Warum wählt man iPads anstelle von Microsoft Tablets, die den Umgang mit den im Arbeitsleben verbreiteteren PC-Betriebssystemen schulen?

Dies ist eine Schulträgerentscheidung, die auf nachvollziehbaren Kriterien beruht, wie Sicherheit des geschlossenen Systems und der weit vorangeschrittenen Entwicklung des Apple-Tablets als Unterrichtsmittel.

Für die gestellten Anforderungen wird ein Gerät benötigt, das mobil und leicht ist, damit man das Werkzeug dort hat, wo man lernt – und nicht zum Lernen zum Werkzeug gehen muss. Insofern würden sich also Notebook, Tablet-PC und Smartphone als mögliche Hardware qualifizieren.

Der Bildschirm sollte so groß sein, dass auch ganze DIN A4 Seiten noch lesbar sind. So können auch z. B. Arbeitsblätter mit Text und Bild oder Mindmaps übersichtlich erstellt werden. Dies spricht, neben noch anderen Gründen, gegen eine „Bring Your Own Device“- Lösung via Smartphone.

Damit dieser digitale Lernbegleiter mindestens fünf Jahre zuverlässig funktioniert, die täglichen Transporte in der Schultasche verträgt sowie auch noch nach Jahren eine ausreichende Akkuleistung hat, entfallen bestimmte sehr preiswerte Geräte. Damit das Gerät schnell einsatzbereit ist, muss es einen leistungsfähigen Prozessor und eine gute Speichermöglichkeit wie zum Beispiel eine sichere Cloud haben. Notebooks, die diese Anforderungen erfüllen (Ultrabooks aus dem Businessbereich), verursachen hohe Anschaffungskosten. Damit bleiben nur noch Tablets guter Qualität als mögliche Arbeitsgeräte. Bei dieser Geräteklasse ist es zudem besonders einfach, Medien unterschiedlicher Art (Bild, Video und Audio) zu erstellen.

Die Bordmittel sind krisenfest und stabil. Die App-Umgebung für den Schulbereich ist unvergleichlich weit entwickelt und ausdifferenziert. Das iPad mag teuer sein, aber es ist wegen der Qualität auch preiswert im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt durch die Technik keine Zeitverluste durch Hochfahren und Updatezeiten im Unterricht. Es gibt zudem weitreichende Erfahrungen anderer Schulen in Deutschland und Europa mit genau diesem Werkzeug.

Da Lehrkräfte in mehreren Jahrgangsstufen unterrichten, sollte sichergestellt sein, dass Tablets der letzten vier bis fünf Jahre mit der gleichen Version des Betriebssystems betrieben werden können, damit Lehrkräfte und Schüler/innen in unterschiedlichen Jahrgängen die gleichen Oberflächen und Funktionen haben. Dies ist bei Androidgeräten, zumindest bis jetzt, nicht gegeben, bei iPads schon.

Daher sind wir unabhängig von der Entscheidung des Schulträgers der Meinung, dass ein iPad den Anforderungen, die wir stellen, am besten entspricht.

Warum favorisiert die Schule die Anschaffung von elternfinanzierten Tablets und schafft diese nicht aus den Mitteln des Digitalpakts an?

Wofür die Gelder aus dem Digitalpakt ausgegeben werden dürfen, ist ganz klar vorgegeben. Laut Schulträgerentscheidung dürfen die Mittel nicht für Geräte verwendet werden, die in die Hand einzelner Schüler gehen. Finanziert werden Präsentationsmedien, wie z.B. Monitore oder Active Boards oder z.B. Anschaffungen im Bereich Coding. Genaueres erfahren Sie unter: https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php

Wer erlangt das Eigentum an den Geräten?

Die Eltern kaufen oder leasen die Geräte. Nach Ablauf der schulischen Nutzungsdauer oder bei Schulwechsel fallen die Geräte aus dem Software-Management des Schulträgers.

Wie werden die Geräte administriert?

Bei der großen Anzahl von Geräten kann dies nur über eine professionelle Managementlösung erfolgen (Mobile Device Management, MDM). Die gesamte MDM-Leistung wird vom Schulträger organisiert und bezahlt. Schon vor Auslieferung der Geräte an die SchülerInnen werden die Geräte bei der MDM-Lösung registriert und so bei Ausgabe mit Software und notwendigen Lizenzen ausgestattet.

Damit die zukünftige Verwaltung und Versorgung der Tablets mit Updates und Software möglich ist und für die Verwendung von Steuerungssoftware im Unterricht und in Prüfungssituationen, müssen sie in den „supervised mode“ gesetzt werden. Die Geräte holen sich dann bei Verbindung mit dem Internet Software und Einstellungen, die für das jeweilige Gerät vorgesehen sind. Über Profile werden die Geräte jahrgangsweise so eingestellt, wie es am sinnvollsten ist.

Durch die Verwendung einer eigenen privaten Apple-ID ist es zusätzlich möglich, selbstständig Apps auf dem Gerät zu installieren. In welchem Maße dies geschieht, liegt damit in der Hand der Eltern.

Was kostet uns das Tablet? Wie sehen die Kauf- und Versicherungsmodalitäten aus?

Zur Zeit werden bei den sechs möglichen Anbietern Angebote eingeholt. Sobald diese da sind, werden wir Sie darüber informieren.

Sie werden zwischen einem Ratenkauf oder einem Leasingvertrag wählen können.

Da wir mit einer Laufzeit der Geräte von 6 Jahren rechnen, empfehlen wir als Schule einen Ratenkauf über 3 Jahre. Gerne können Sie das Gerät auch über die Dauer der Schulzeit leasen.

Ich habe schon ein Tablet. Kann ich mein vorhandenes Tablet benutzen?

Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass alle in der Klasse bzw. des Jahrgangs das gleiche Gerät haben sollten. Andernfalls gibt es leicht Kompatibilitätsprobleme bei Software, die den Unterrichtsfluss deutlich behindern. Verhindert werden sollten ebenfalls unangenehme und schädliche Nebeneffekte, wie soziale Stigmatisierungen, die durch unterschiedliche Preisklassen oder Images der Geräte entstehen könnten.

Einheitliche Geräte bieten zudem die Möglichkeit einer zentralen Administration, wodurch das schulische Gerätemanagement in vertretbarem Rahmen bleibt. Man ist so in der Lage, die Geräte zu konfigurieren, ohne sie dazu in die Hand nehmen zu müssen. Durch eine Vorkonfiguration könnten sich die Geräte beim ersten Einschalten mit dem voreingestellten WLAN verbinden und sich die zugeordneten Profile und Apps vom MDM-System (Mobile Device Management) herunterladen.

Eine Einbindung bereits vorhandener Tablets ist nur sehr aufwändig möglich, da die Geräte in ein DEP (Device Enrollment Program) eingebunden werden müssen, um von der Schule verwaltet werden zu können. Die Geräte müssen dafür einzeln in unser MDM-Programm aufgenommen werden und dürfen danach 30-Tage lang nicht überschrieben werden, bis die Änderungen permanent sind. Um dies sicherzustellen, müssten die Geräte solange in "Quarantäne" und stünden dem Benutzer nicht zu Verfügung. Die dabei anfallenden IT-Service-Kosten müssten zusätzlich getragen werden. Wir bitten daher von dieser Möglichkeit abzusehen.

Ferner gibt es ein Programm, um Volumenlizenzen (VPP) zu verwenden. Damit können zentral Lizenzen gekauft und auf die Geräte verteilt werden. Werden die Lizenzen nicht mehr auf einem Gerät benötigt, können sie auf einem anderen Gerät installiert werden.
Da Geräte und Benutzer auf den Geräten mit einer MDM Lösung verwaltet werden, braucht der einzelne Schüler bzw. die einzelne Schülerin keine eigene Apple-ID.
Wenn Sie selber Apps für den privaten Gebrauch aufspielen wollen, brauchen Sie eine eigene Apple-ID. Es sind auch Familien-Apple-IDs möglich, bei denen vor Installation der Apps durch die Kinder die Eltern zustimmen müssen.

Warum wird keine Möglichkeit angeboten, sein existierendes Gerät um die entsprechenden Apps zu erweitern und für den Schulbetrieb zu nutzen?

Eine Einbindung bereits vorhandener Tablets ist nur sehr aufwändig möglich, da die Geräte in ein DEP (Device Enrollment Program) eingebunden werden müssen, um von der Schule verwaltet werden zu können. Die Geräte müssen dafür einzeln in unser MDM-Programm aufgenommen werden und dürfen danach 30-Tage lang nicht überschrieben werden, bis die Änderungen permanent sind. Um dies sicherzustellen, müssten die Geräte solange in "Quarantäne" und stünden dem Benutzer nicht zu Verfügung. Die dabei anfallenden IT-Service-Kosten müssten zusätzlich getragen werden. Wir bitten daher von dieser Möglichkeit abzusehen.

Die Geräte werden vom Schulträger softwaremäßig gemanagt. Darüber ist auch eine sorglose Update-Routine gewährleistet. Zudem sollen alle Kinder/Jugendliche das gleiche Gerät zur Verfügung haben, nicht abhängig sein vom Geldbeutel der Eltern. Es ist ein Arbeitsgerät, das vornehmlich für schulische Zwecke wie Unterricht und Hausaufgaben Verwendung finden soll. Privates Nutzen ist erlaubt, aber nicht das vorrangige Ziel.

Wie viele Lehrkräfte nutzen die Tablets bereits? Welche Schulungen gab es?

Zur Zeit nutzen 98% des Kollegiums bereits das Tablet regelmäßig zur Unterrichtsvorbereitung, Klassenbuchverwaltung, plattformbasierten Kommunikation und vor allem im Unterricht.

Folgende Schulungen sind seit dem Jahr 2015 durchgeführt worden:

Schulinterne Veranstaltungen oder Veranstaltungen des KT Neuss
- „Entwicklung von Medienkompetenz im Unterricht“ – G. Frühling, Medienberaterin, 5/15
- „Einsatz grafikfähiger Taschenrechner“ – R.E. Hildebrandt (Moderator e-Team des
- Kompetenzteams für den Rhein-Kreis Neuss) 5/15
- „Mediengestützter Unterricht mit Tablet und moodle“ – M. Albrecht-Herrmanns
- (Medienberater), 9/2015
- „Handhabung von Tablets“ - P. Patten (zertifizierter Apple-Trainer), 2/17
- „Apps im Unterricht“, Vorstellung von Lernarrangements rund um die Tablets von KollegInnen für Kolleg/innen, Kollegen: Kühn, Roeder, Claßen-Brinkmann, Schickhaus, Knopf, Busch...
- 9/2017
- „Umgang mit SCHILD NRW“, Kollege A. Roeder, 9/2017
- „Umgang mit Webuntis“, Kollegin T. Goetz, 9/2017
- „Apps zur individuellen Förderung – von Lernbehinderung bis Hochbegabung“, Kollege T.
- Stecken, 02/2018
- Vertiefung SCHILD-Workshop A. Röder, 02/2018
- Vertiefung Webuntis-Workshop T. Goetz, 02/2018
- „Die neue Datenschutzverordnung“, R.E. Hildebrandt, Behördlicher Datenschutzbeauftragter für Schulen im Rhein-Kreis Neuss 9/2018
- Erwerb des Apple-Teacher-Zertifikats von über 30% des Kollegiums
- „Datenmanagement & Dokumentation“ – P. Patten (zertifizierter Apple-Trainer), 3/2019
- Vier verschiedene Workshops im Rahmen des Päd. Tages (Keynote, Clips, Green Screen, Coding Calliope) – Trainer der GfdB (Gesellschaft für digitale Bildung), 9/2019
- Fortbildung App „Classroom“, Trainer der GfdB, 9/2019

Schulexterne Fortbildungsveranstaltungen:
- stetige Teilnahme an regionalen Netzwerktreffen der Medienberater
- Villa Wewersbusch – mehrtägiger Expertenkongress – Lernen und Lehren mit digitalen Technologien, S.Kremer, B. Bauer, U. Hübschen, S. Kühn, K. Schickhaus 3/2017
- „Schulleitung in der digitalen Welt", Medienberatung 11/2017, S. Kremer, K. Schickhaus, N. Ehm, C. Noll
- Mehrtägig: „Apple education leadership summit“ mit Leadership-Briefing Changemanagement und Kreativworkshop Coding: Stefan Kremer, Raoul Zühlke, Karin Schickhaus, Stefanie Kühn, Micha Hoekstra, London 1/2018
- Messe-Besuch „Bett-Show - Information Technology in Education“, Stefan Kremer, Raoul Zühlke, Karin Schickhaus, Stefanie Kühn, Micha Hoekstra, London 01/2018
- Hospitation in der OBS, Gehrden (Apple Distinguished School): S. Kühn, M. Hoekstra, Hannover Gehrden 02/2018
- Fachtagung: Bildungskongress Digitale Schule; Oberursel 04/2018; S. Kremer, E. Lemm, T. Stecken, C. Noll
- Fachtagung Perspektive Begabung SMART fördern S. Kremer, A. Röder, T. Goetz, K. Schickhaus, S. Kühn, N. Ehm, M. Hoekstra, A. Möller Köln 5/2018,
- Barcamp Medien, M. Claßen-Brinkmann Medienzentrum RKN, 6/2018
- Medienkompetenzrahmen: Schützen und sicher agieren, im Medienzentrum des Rhein- Kreis- Neuss, 6/2018, S. Kühn, B. Bauer,
- Visionary Leadership Event 9/2018 in Düsseldorf; S. Kremer, S. Kühn, C. Noll „Digitalisierung von Schule: Strategie-Briefing für kommunale Entscheider“ am 11/2018 in Düsseldorf: Dr. R. Zühlke
- iPad-Administrator, Apple N. Ehm, 9/2018
- „Digitalisierung von Schulen“ in Düsseldorf: Medienteam Norf
- Aufnahme in die Deutsche Schulakademie: „Leitungsfortbildungen“ für verschiedene Mitglieder des Hauses
- 2019 ganzjährig: Apple Field Trips für 18 KollegInnen im APPLE Store in Düsseldorf Dauerfortbildung mit der Digitalisierungsgeneralistin der Landeshauptstadt Düsseldorf
- Makerspace, Raspberry Pi, N.Ehm 2/2019
- Moodle, KRZN in Kamp-Lintfort, P. Henn 2/2019
- Informatiktag NRW 2018 Münster am 03/2019: N. Ehm, D. Kreilmann
- Integration IOS Bildungsbereich, Apple, N. Ehm 2019
- Apple Innovation in Schule, S. Kremer, M. Vidakovic, S. Kühn 9/2019
- Medienscouts, Stadt Kaarst und s.i.n.u.s. Netzwerk, M. Claßen-Brinkmann, J. Panske, 5 SchülerInnen 11/2019
- Mediencafé der Sekundarstufen, Medienzentrum, S. Kühn, 12/2019
- iPad Schulnetzwerk, R. Zühlke 2/2020

In welchen Fächern sollen die Tablets eingesetzt werden?

Grundsätzlich in allen Fächern, der Fachschaften und der Lehrkräfte. Der Einsatz liegt aber in der Verantwortlichkeit der LehrerInnen. Je nach Stufe und Fach, je nach Reihe und den Einsatzmöglichkeiten wird das Tablet unterschiedlich häufig eingesetzt werden. Wichtig ist uns, dass das Tablet dort eingesetzt wird, wo es den Lernprozess sinnvoll ergänzt und unterstützt und nicht um des Einsatzes Willen benutzt wird.

Wird es Schulungen zur Bedienung der Software geben?

Es wird Medientage und Elternabende geben, an denen den SchülerInnen/Eltern die Bedienung vermittelt wird. Darüber hinaus bilden wir zur Zeit Medienscouts aus (https://www.medienscouts-nrw.de), die bei Problemen unterstützen können. Auch in der Lernzeitstunde besteht regelmäßig die Möglichkeit, seine Kenntnisse zu erweitern. Während des Unterrichts passiert dies natürlich auch regelmäßig. Kinder lernen mit den Lehrkräften, die Rolle der Lehrkräfte wandelt sich auch durch den Tablet-Einsatz.

Wie plant man, mit dem wesentlich größerem Ablenkungspotential eines Tablets z.B. bei Hausaufgaben umzugehen?

Zulu Desk und Zulu Parents sind die passenden Steuerungsprogramme, deren Kosten nach vom Schulträger übernommen werden. Eltern und Schule steuern, was das Tablet darf!

Für den Unterricht gibt es bereits ein Regelwerk, für Pausen gibt es die Schulordnung für digitale Endegräte.

Sind die Kinder durch das Tablet im Unterricht nicht sehr abgelenkt?

Wir thematisieren den sinnvollen Gebrauch der Geräte mit den Kindern.

Darüber hinaus wird es klare Nutzungsregeln für den Unterricht geben, die zu Beginn von den SchülerInnen und Eltern unterschrieben werden. Bei Missachtung der Regeln folgen entsprechende Konsequenzen. Eine handliche Version der Regeln sehen Sie hier.

Außerdem hat jede Lehrkraft eine App, mit der die Nutzung der Tablets genau konfiguriert werden kann. Um eine Ablenkung zu vermeiden, können die Nutzungsmöglichkeiten in jeder Stunde passgenau eingeschränkt werden.

Warum wäre es sinnvoll die ganze Jahrgangsstufe mit Tablets ausstatten?

In den Mischkursen, wie der zweiten Fremdsprache, Religion, Philosophie und den WP II – Fächern gäbe es immer Kinder mit und welche ohne Tablet. Das führt zu Schwierigkeiten bei der Gestaltung des Unterrichts.

In der Oberstufe würden sich Probleme ergeben, da dann in den Kursen SchülerInnen mit und ohne Tablet zusammenkommen.

Der vielleicht wichtigste Grund ist aber: Wir glauben an die Möglichkeiten, die sich durch die Tablets für den Unterricht ergeben, so dass wir allen Schülern den Zugang zu einer zeitgemäßen Bildung ermöglichen wollen.

Verlernen die Kinder die Handschrift?

Nein.

Die Kinder schreiben auch weiterhin mit der Hand. Die Kinder nutzen in den meisten Fächern auch ganz traditionelle Schulhefte, in die weiterhin mit Füller geschrieben wird. Wir haben nur wesentlich mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel:

Einfache Einsetzübungen können mal eben mit dem Pencil gelöst werden.

Das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument wird ermöglicht.

Eigene Ergebnisse können schnell mit dem Tablet aus dem Heft abfotografiert und über das Apple TV auf den Monitor projiziert werden. Dadurch ist ein schneller Austausch über Schülerergebnisse möglich. Wie viel einfacher ist es, wenn alle gleichzeitig sehen, was geschrieben wurde, anstatt sich das nur vorlesen zu lassen.

Das handschriftliche Schreiben wird – soweit absehbar – sicher die vorherrschende Schreibform bleiben. Wie im „wirklichen Leben“ werden sich das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen.

Wie wird sichergestellt, dass die Kinder sich nicht der Diktierhilfe bedienen um Texte zu erfassen?

Hilfsmittel sind die Gegenwart, damit sinnvoll umzugehen, ist ein wichtiges Lernziel. Das gestalten wir didaktisch verantwortungsvoll.

Werden Hefter durch digitale Mitschriften ersetzt?

Das Tablet kann in Verbindung mit dem Tabletstift einen Hefter ersetzen. Die Entscheidung, ob es einen herkömmlichen Hefter oder eine digitale Mitschrift gibt, liegt in der Hand des Fachlehrers. Bei der Führung der digitalen Mitschriften sind die gleichen Standards wie Lesbarkeit, Gliederung, Sauberkeit etc. zu beachten wie bei handgeführten Mitschriften.

Wie werden Klassenarbeiten durchgeführt?

In der Regel analog auf Papier, das wird sich erst in Zukunft weiterentwickeln, ist aber bereits Thema im Schulministerium, z.B. für Abitur- oder zentrale Prüfungen. Portfolioarbeiten, z.B. in WPU II-Fächern wie SpoBiG sind bereits heute auf dem Tablet möglich/erwünscht.

Gibt es Studien über die Beanspruchung der Augen, wenn nur mit Tablet gearbeitet wird?

Die Studienlage entfaltet sich erst, es liegen aber durchaus erste Ergebnisse vor, die z.B. permanenten Bildschirmkonsum (beides passiert hier nicht: weder permanent, noch Konsum) für Fehlsichtigkeiten verantwortlich machen. Ebenfalls liegen Studien vor, die gerade das nicht belegen. Es bleibt sicher eine Frage der täglichen Nutzungsdauer – und die soll nicht so hoch sein, dass die Kinder/Jugendlichen „nur noch an dem Gerät hängen“.

Wie werden die Daten/Unterichtsmaterialien abgelegt, lokal oder zentral?

Die Daten werden in einer DSGVO- konformen Cloud gespeichert. Der Space in der Cloud ist für die SchülerInnen kostenlos, da der Apple Schoolmanager vom Schulträger eingesetzt wird.

Warum Tablets im Unterricht?

Unsere Schüler nutzen täglich ihr Smartphone oder Tablet für Instagram, WhatsApp, YouTube, Gaming und vieles mehr. Ein Leben ohne Smartphones und Tablets ist aus Sicht der Schüler kaum vorstellbar.

Für das eigene Lernen werden das Smartphone oder das Tablet kaum berücksichtigt. Der Einsatz im Unterricht oder bei der Bearbeitung von Hausaufgaben begrenzt sich oft auf die Internetrecherche. Das Potenzial, welches Smartphones und Tablets für das eigene Lernen besitzen, wird weitestgehend durch unsere Schüler nicht berücksichtigt.

Durch den Einsatz von Tablets in Verbindung mit geeigneten APPs lassen sich Lernergebnisse verbessern und Unterrichtsprozesse unterstützen sowie optimieren. Weiterhin wird der professionelle Umgang mit den digitalen Medien gefördert, der unsere SchülerInnen auf ihre Zukunft in Studium und Beruf vorbereitet.

Warum ist ein eigenes Tablet sinnvoller als ein Tablet-Koffer, den die Lehrkraft ausleihen kann?

Dieses hat mehrere Gründe.

Zum einen kostet das Holen der Koffer, das Austeilen und Einsammeln der Geräte, sowie das Wegbringen der Koffer Zeit. Diese ist nicht zu vernachlässigen und geht in großem Maß von der Unterrichtszeit ab.

Die eigenen Geräte sind flexibler, zeitschonender und auch mal spontan einsetzbar.

Die Geräte aus dem Tablet Koffer „gehören keinem“, so dass der Umgang damit leider nicht so sorgfältig ist, wie mit einem eigenen Gerät. Dies betrifft auch das unerlaubte Anfertigen von Bildern und Videos, die dann auf den Geräten gespeichert sind und von anschließenden NutzerInnen ungewollt gesehen werden. Unangemessene Inhalte lassen sich nur mit großem Zeitaufwand nachvollziehen und ahnden.

Die Umsetzung des Medienkompetenzrahmens ist so wesentlich vertiefter zu erfüllen.

Zudem sind eigene Geräte zu Hause für Hausaufgaben, zur Vor- und Nachbereitung von Leistungsüberprüfungen, sowie für den privaten Kontext nutzbar. Langfristig wird der Tornister durch die Benutzung digitaler Bücher leichter.

Viele Studienergebnisse stellen dar, dass Lerninhalte durch Tablets nur ins Kurzzeitgedächtnis gelangen, während das Lernen mit Büchern im Langzeitgedächtnis verankert wird. Welche Gegenmaßnahmen werden vorgeschlagen?

Das Tablet ergänzt, soll nicht ersetzen! Lernprozesse ändern sich, das ist ganz natürlich. Auch das Leseverhalten Erwachsener verändert sich. Heute lesen z.B. viele die Zeitung digital, nutzen selbstverständlich, als Digital Immigrants, Social Media und Messengerdienste. Die nächste Zukunft wollen wir gestalten, nicht einfach geschehen lassen.

Die Langzeitgedächtnis-Verankerung hängt von der Intensität der intellektuellen Beschäftigung mit dem Lerngegenstand ab. Verwendet der/die Lernende nur einen Lernweg, bleibt der Lernprozess oberflächlicher, als wenn man mehrere Lernwege nutzt - insbesondere das selbstständige kombinierte Handeln mit Hirn (Denken), Herz (Empfinden) und Hand (Handeln) gemeinsam ist erfolgreich. Der/die Lernende sollte immer wahrnehmen (z.B. lesen, zuhören), rekapitulieren (z.B. wiederholend lesen, sprechen, schreiben), reorganisieren (z.B. exzerpieren, mit eigenen Worten und Handlungen zusammenfassen), anwenden (z.B. vertiefende Hausaufgaben durch eigenes Handeln anfertigen durch Schreiben, Skizzieren, Erstellen von Mind Maps, Lernvideos, Stop Motion-Filmen), Transferieren (z.B., eigenständiger Text, selber Aufgaben entwerfen, Interview vorbereiten, durchführen und auswerten, kritisch hinterfragen) und schließlich selber etwas Aktives mit dem Gelernten tun, am besten in der eigenen Lebenswelt.

Apple-ID und eMail-Adresse?

Bei den Geräten wird eine schulbezogene Apple-ID eingerichtet, um zum Beispiel an gemeinsamen Dokumenten arbeiten zu können oder eine Austauschplattform wie z.B. iTunesU nutzen zu können. Mit der Apple-ID kann eine kostenlose E-Mail-Adresse eingerichtet werden. Eine persönliche E-Mail-Adresse ist notwendig, um die Stundenplan-App WebUntis oder auch die Lernplattform Moodle nutzen zu können.

Welche zusätzlichen Anschaffungen sind voraussichtlich notwendig?

Ihr Kind benötigt noch Kopfhörer.

Der Kauf des Taschenrechners zum Preis von ca. 100€ entfällt. Stattdessen werden wir mit der sehr viel komfortableren App nSpire GTR zum Preis von 32,99€ arbeiten.

Benötigt man noch einen Taschenrechner?

Das Tablet ersetzt den Taschenrechner komplett. Als Taschenrechnerersatz wird vermutlich die App nSpire GTR zum Einsatz kommen. Die Kosten hierfür betragen nur einen Bruchteil des Taschenrechners und betragen einmalig 32,99€. In Prüfungssituationen wird das Tablet in den Klausurmodus gesetzt, so dass nur noch diese App verwendet werden kann.

Apps

Die für den Unterricht notwendigen Apps unterscheiden sich von Stufe zu Stufe und von Fach zu Fach. Die Apps sind in der Regel kostenfrei. Kostenpflichtige Apps werden für die Dauer des Schulbesuches von der Schule kostenfrei zur Verfügung gestellt (Teilnahme am VPP (Volume purchase program) der Stadt Neuss).

Verwendete Apps können z.B. sein:
- Keynote: Präsentation mit Hand-, Druckschrift, Videos, Ton
- Pages: Bild- und Textpräsentation (auch Videos und Audiodateien)
- Kamera: Fotos und Filme erstellen
- GeoGebra: dynamische Geometriesoftware
- iMovie: Fotos und Filme bearbeiten
- Clips: Kurze Filme erstellen
- StopMotion: StopMotion Filme erstellen
- HP Reveal: Virtual Reality App z.B. im Einsatz für eigene Mathe-Lernvideos
- Book Creator: Interaktives Buch mit Text, Fotos, Videos, Stimme erstellen
- PuppetPals: Animierte Videos mit Comicfiguren oder eigenen Fotos
- Kahoot: Quiz zu Fachfragen selber erstellen und spielen
- Quizlet: Vokabeln in Wort und Ton lernen und sein Wissen testen
- Pons Übersetzer: Wörter übersetzen und aussprechen lassen
- Google Maps und Google Earth: Schnell und einfach die Welt erkunden
- Swift Playgrounds: Coding App
- Explain Everything: Erstellung interaktiver Whitboards und Screencasts.
- (Ein Whiteboard ist eine elektronische Tafel, die von allen Teilnehmern der virtuellen Sitzung eingesehen und bearbeitet werden kann. Das Whiteboard ermöglicht es, Zeichnungen zu skizzieren oder Texte einzugeben. Ein Screencast ist eine digitale Präsentation, die nachträglich jederzeit erneut betrachtet werden kann.)

Private Apps und Spiele

Private Apps oder Spiele können über die private Apple-ID installiert und genutzt werden, soweit diese nicht den Unterrichtseinsatz des Gerätes stören. Spiele, SOCIAL MEDIA etc. sind während des Unterrichts nicht erlaubt. Zuwiderhandlungen werden gemäß der Schulordnung von der Schulleitung konsequent geahndet.

Wie häufig wird das Tablet im Unterricht eingesetzt?

Das Tablet ist für uns ein ganz normales Werkzeug, das dort eingesetzt wird, wo es Sinn macht. Das kann manchmal nur 5 Minuten in einer Stunde sein, zu anderen Gelegenheiten aber auch schon mal länger. Hier entscheidet jede Lehrkraft über einen didaktisch sinnvollen Einsatz des Geräts.

Die Fachschaften der einzelnen Fächer erstellen auf Grundlage der NRW-weiten Vorgaben bis Januar 2020 für die Jgst. 5/6 und bis April 2020 für die Jgst. 7/8 hausinterne Lehrpläne, in denen anhand des Medienkompetenzrahmens insbesondere der Einsatz digitaler Medien konkret geregelt wird. Dabei wird besonderer Wert auf den pädagogisch und didaktisch sinnvollen Einsatz der 1:1-Tablets gelegt.

Wie ist die Schule ausgestattet?

Seit November 2018 haben sich die Lehrkräfte auf ein standardisiertes Arbeitsgerät geeinigt und dieses angeschafft. Inzwischen liegt die Nutzung der Geräte im Unterricht bei 98% des Kollegiums.

Darüber hinaus ist jeder Raum seit 2017 mit einem Monitor oder Beamer, sowie seit 2018 einem Apple-TV ausgestattet. In einigen Räumen ergänzen ELMOs (Dokumentenbetrachter) die Ausstattung der Räume.

Das WLAN ist flächendeckend und deckt den derzeitigen Traffic innerhalb der Schule ab. Eine Richtfunkstrecke zur Anbindung der Turnhalle ist eingerichtet. Das „Nadelöhr“, d.h. die fehlende Bandbreite zum Internet, soll durch eine Glasfaser-Anbindung bis spätestens 2020 beseitigt werden. Damit wären dann auch die technischen Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau der Digitalen Schule gegeben.

Warum wird das Tablet erst ab Klasse 7 eingeführt?

Ein Einsatz schon in den Klassenstufen 5 oder 6 erscheint uns, zumindest zurzeit, aus pädagogischen Gründen als zu früh, obgleich es auch hierfür Argumente und Studien gibt. Über die unterrichtliche Nutzung der Tabletkoffer werden jedoch auch schon in der Erprobungsstufe medienpädagogische Kompetenzen der SchülerInnen aufgebaut.

So wird der Übergang von Grundschule zum Gymnasium sanft gestaltet und dabei auf bereits erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten der Kinder eingegangen und diese schrittweise ausgebaut. Das Reflexionsvermögen und die notwendige Kritikfähigkeit gegenüber Medien werden bis zur Jgst. 7 deutlich weiterentwickelt, sodass die Mediennutzung ab dann deutlich reflektierter und kritisch erfolgt.

Spielen die Kinder nicht nur noch mit dem Tablet?

Nach unseren bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass die Kinder das Tablet zunehmend als Arbeitsgerät wahrnehmen. Natürlich werden die Kinder auch noch damit spielen, aber sehr häufig sind eher sinnvolle und kreative Arbeiten mit dem Gerät verbunden. Die Evaluation der Tablet-Profilklasse ergab: Überwiegend spielen die Kinder mit ihrem privaten Smartphone, nicht mit dem schulisch zu nutzenden Tablet.

Um zusätzlich das Nutzungsverhalten des Kindes (z.B. in der Schlafenszeit) zu regulieren, haben Eltern die Möglichkeit, sehr genau festzulegen, wann das Gerät benutzt werden kann. So können etwa Eltern festlegen, dass in den Nachtstunden das Gerät deaktiviert ist oder nur noch den Wecker zeigt.

Auch während der Hausaufgabenzeit lassen sich beispielsweise die sichtbaren Apps einschränken. Dadurch erhalten Eltern eine große Kontrollmöglichkeit, um ihre Kinder vor zu häufiger privater Nutzung des Tablets zu schützen.
Des Weiteren können Eltern für jede App-Gattung (z.B. Spiele, Social Media,…) die maximale Zeitdauer pro Tag festlegen, die das Kind das Gerät zu diesem Zweck benutzt.

Welcher Schutz der Geräte ist vorgesehen?

Die Tablets erhalten zwingend eine Hülle, die vor Stürzen aus ca. 1,5m Höhe schützen soll. In der Tablet-Pilotklasse 2018/19 haben sich diese Hüllen bewährt.

Welche Vorkehrungen gibt es im Hinblick auf mögliche Tablet-Diebstähle?

Die Tablets verbleiben in den Pausen in den Taschen im Flur, der beaufsichtigt wird. Sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen, greift die Versicherung (siehe oben). Da die Geräte zentral verwaltet werden, kann im Falle eines Verlustes das Gerät, sobald es im WLAN ist geortet, gesperrt und/oder komplett gelöscht werden. Das Gerät wird dadurch für einen möglichen Dieb wertlos. Die Anzahl der Schließfächer in der Schule wird 2020 ca. verdoppelt. 

Gibt es einen Sozialfonds für Bedürftige?

Für alle, die Leistungen vom Jobcenter oder dem Sozialamt erhalten, besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme. Dieses liegt jedoch im Ermessen des Sachbearbeiters. Für den Fall, dass hier kein Anspruch vorliegt und trotzdem finanzielle Engpässe bestehen, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die KlassenlehrerInnen. Der schuleigene Förderverein wird hier unterstützen, auch ohne, dass Transfergelder erhalten werden.

Brauche ich immer noch Bücher?

Nicht in allen Fächern ist der Einsatz eines digitalen Schulbuches sinnvoll. In den Fällen, in denen es uns sinnvoll erscheint und die Kosten in einem verträglichen Rahmen bleiben (für die Schule und für die Eltern), werden sie ihren Einsatz finden. In welchem Umfang dies möglich und sinnvoll ist, wird die Entwicklung bei den Verlagen und der Alltag erst zeigen.

Die Evaluation der Tablet-Profilklasse ergibt: Teilweise kann schon aktuell auf das Hin- und Hertragen des Schulbuches verzichtet werden, da entweder in der Schule oder zu Hause das Tablet ersatzweise zum Einsatz kommt. Die Reduktion des Schultaschengewichts ist ein mittelfristiges Ziel.

Ist eine digitale Kommunikation zwischen Lehrkräften und SchülerInnen möglich (z.B. Verschicken von Aufgaben, Materialien oder Referaten)?

Ja! Die Programme a) WebUntis, b) WebUntis Messenger, c) Moodle und d) weitere Lernplattformen werden bereits genutzt ( a) bis c) in der Lehrer-SuS-Kommunikation, d) in der Lehrer-Lehrer-Kommunikation). Das wird durch die 1:1-Lösung noch besser möglich.

Ändert sich etwas im Format der Klassenarbeiten?

Die Arbeit mit dem Tablet dient zunächst der Vorbereitung von Klassenarbeiten, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Das Tablet kann aber ggf. als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) verwendet werden.

Kann ich das Gerät auch privat zu Hause nutzen?

Es ist in erster Linie ein Arbeitsgerät für die Schule und Hausaufgaben, das morgens ausreichend geladen mitzubringen ist. Darüber hinaus kann es privat genutzt werden, solange der schulische Einsatz nicht beeinträchtigt wird (z. B. freier Speicherplatz).

Wie wird verhindert, dass die Schüler im Unterricht unbemerkt im Internet surfen oder Messengerdienste nutzen?

Die Lehrkraft kann die zu benutzenden Programme durch die schulische Steuerungssoftware temporär einschränken, das Internet freigeben oder sperren. Zudem kann über eine White-List in einem MDM-Profil festgelegt werden, welche Apps während der Unterrichtszeit zur Verfügung stehen. Dadurch, dass die Geräte flach sind und kein hochstehendes Display, wie Notebooks haben, kann auch leichter eingesehen werden, ob jemand sein Tablet aktiv hat. Liegen sie auf dem Tisch mit Klappe auf dem Display, ist schnell zu sehen, dass kein Gerät in Aktion ist.

Welche Verhaltensregeln gibt es in den Pausen?

Während der Pausen bleiben die Tablets in der Tasche. Die Pausen bleiben also „tabletfrei“. Sollte die Tasche in der Pause nicht mitgetragen werden wollen, kann sie im Schließfach gelagert werden. Dazu wird es ab dem kommenden Schuljahr eine ausreichende Anzahl an Spinden geben.

Wie gehen wir mit der Medienkritik um? Hinterfragen wir diese neue Technologie auch ausreichend?

Die Schule bietet die idealen Rahmenbedingungen, um einen kritischen und kompetenten Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Zudem wird das Thema zunehmend auch Unterrichtsgegenstand. Unsere Curricula werden in allen Fächern modifiziert und auf die Herausforderungen des digitalen Lernens angepasst.

Angestrebter Zeitplan

  • 18.12.2019 Treffen der Klassenpflegschaftsvorsitzenden und deren Vertreter der Klassen 6 und 7, dem Vorsitz der Schulpflegschaft mit der Schulleitung und verantwortlichen Lehrkräften.
  • Die Tableteinführung für den jetzigen Jahrgang 7 soll möglichst im laufenden Schuljahr noch umgesetzt werden. Auf welche Weise dies umgesetzt werden soll, wird am rund um die Jahreswende 2019/20 gemeinsam besprochen.
  • Ab dem nächsten Schuljahr (2020/2021) soll die Einführung von Tablets als Standard-Arbeitsmittel in der Stufe 7 beginnen. Auch die Umsetzung dieses Schrittes ist Thema am 18.12.2019

Wie wird mit den Bedenken in Bezug auf die Strahlung umgegangen?

Die Sendeleistung unserer Tablets ist deutlich geringer als bei Smartphones. Je nach Informationsquelle beträgt die WLAN-Strahlung nur ein Zehntel bis ein Hundertstel der eines Smartphones. Hinzu kommt noch, dass Smartphones dicht am Körper getragen werden. Die WLAN-Module im Tablet sind zudem abschaltbar bzw. gehen bei Nichtbenutzung in den Stand-by-Modus, was die Belastung nochmals deutlich verringert.

Ich habe noch Fragen, die nicht beantwortet wurden.

Lesen Sie unser Medienkonzept, dort haben wir die Digitalisierung am Gymnasium Norf ausführlich beschrieben. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an

 

GymNorf Farbschema klein