2 Schulentwicklung und Fortbildungsarbeit  

Das Gymnasium Norf ist eine lernende Schule. Dies gilt für alle Schülerinnen und Schüler, jede Kollegin und jeden Kollegen, aber auch für die Schule als Institution. Da Lernen immer ein autonomer Prozess ist, muss jeder einzelne, aber auch die Schule als Ganzes sich stets in die Lage versetzen, den Ist-Zustand zu (er-) kennen, um sich passgenau fortbilden zu können. Denn der Ist-Zustand ist grundsätzlich die Basis eines jeden Entwicklungs- und Veränderungsprozesses. Wichtige Aspekte der Fortbildungsarbeit sind daher immer auch Feedback, Rückschau und Bestandsaufnahme.

DSC04237Schulinterne Fortbildung wird bei uns als Motor für Schulentwicklung verstanden. Ziel ist die systematische Weiterentwicklung der Kompetenzen aller Lehrkräfte. Hieraus resultiert die Gestaltung unserer Fortbildungsarbeit.

Die Einrichtung von Arbeitsgruppen zu Schulentwicklungsfragen hat Tradition am Gymnasium Norf und ermöglicht eine breite Beteiligung des Kollegiums. Die Prozesse innerhalb dieser „Keimzellen“ finden somit nie isoliert vom Kollegium statt. Aus diesem Grund sind die Fortbildungsarbeit und auch die Schulprogrammarbeit selbst integrale Bestandteile hier in unserem Schulprogramm.

Quelle der Weiterentwicklung sind die schulinternen Fortbildungen mit externen Referentinnen und Referenten sowie Moderatorinnen und Moderatoren: Das Querschnittsthema Inklusion dominierte seit 2013 das Fortbildungsgeschehen an unserer Schule, wird aber ganzheitlich gesehen, sodass an viele verschiedene Entwicklungsbereiche (z.B. Beratung, Lernförderung, Medien) angeknüpft und das gesamte schulinterne Konzept zur Individuellen Förderung vorangebracht wird.

Bei der Planung der Pädagogischen Tage sind anstehende Ziele und Aufgaben der Schulentwicklung genauso wichtig wie der Fortbildungsbedarf des Kollegiums. Impulse aus dem Kollegium werden durch eine Koordinatorin entsprechend des aktuellen Standes der Schulentwicklung kanalisiert, transparent gemacht und vernetzt. Parallel dazu wird die Fachfortbildung von den Fachschaften geplant und durchgeführt. Schulexterne Fortbildungen einzelner Kolleginnen und Kollegen werdengenehmigt, wenn diese im Auftrag der Fachschaft erfolgen oder mit den Schulentwicklungsvorhaben vereinbar sind.


Prozesshafte und systemische Fortbildungsplanung

Um das Fortbildungsgeschehen nachhaltig zu gestalten, wird auf die Initiierung eines Lern- und Arbeitsprozesses wertgelegt: Die Pädagogischen Tage sind in ihrer Planung miteinander verzahnt und bauen aufeinander auf. Dabei sind die Leitthemen der Tage und die Workshops miteinander verknüpft und auf die Schulentwicklungsziele ausgerichtet. Deshalb sehen wir es als nützlich an, zwei Pädagogische Tage pro Schuljahr durchzuführen und haben uns dies entsprechend von der Bezirksregierung genehmigen lassen.

Die Wirksamkeit von Fortbildung erhöht sich mit der Dauer der Fortbildungsarbeit. Deshalb wird in Teams gearbeitet, welche die Inhalte im Unterricht erproben und ihre Erfahrungen anschließend austauschen. Diese Lerngemeinschaften begeben sich bei uns über einen längeren Zeitraum in einen Fortbildungsprozess. Aus diesen Lerngemeinschaften entwickeln sich neue Arbeitsgruppen zur Schulentwicklung (z.B. zur Begabungsförderung). Auf der anderen Seite entwickeln sich aus Arbeitsgruppen neueFortbildungsteams.

 

 

 

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FoBi Übersicht 2017 18

 

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Das Gymnasium Norf arbeitet bei der Planung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen eng mit regionalen Partnern zusammen (z.B. Kompetenzteam für den Rhein-Kreis Neuss, Schulpsychologischer Dienst, S.I.N.U.S). Die Schule forciert Impulse von außen, indem sie ihre Netzwerkarbeit im Fortbildungsbereich fortführt. Netzwerkpartner des Gymnasiums Norf nehmen an Fortbildungs-veranstaltungen in unserem Haus teil (Netzwerk Individuelle Förderung am Gymnasium, „Lernpotenziale“ und Regionales Bildungsnetzwerk Neuss). Zudem werden Fortbildungsprozesse in externer Netzwerkarbeit weitergeführt.

Nachhaltige Wirkung

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Das Fortbildungsgeschehen am Gymnasium Norf spiegelt sich in der Verbesserung des Unterrichtsgeschehens und schulinterner Strukturen in Kommunikation und Verwaltung. Durch Bedarfsabfragen wurde z.B. deutlich, dass im Kollegium Sorge um unsere besonders begabten Schülerinnen und Schüler bestand. Eine Arbeits- und Fortbildungsgruppe entwickelte dazu Projektkurse (eingeführt in der Oberstufe: 2012, in der Mittelstufe: 2015), ein Doppellernermodell (Französisch-Latein ab Jg. 6 parallel, eingeführt zum Schuljahr 2016/17), welches unser LateinPlus-Angebot (seit 2005) ergänzt. Außerdem wurde ein Lerncoaching eingeführt und ein Drehtürmodell (Aufnahme neuer Schülerinnen und Schüler seit 2016, Screening auf den Halbjahreskonferenzen) reaktiviert. Auch unser GL-Konzept wird in und durch Fortbildung direkt entwickelt. So wurden wichtige ergänzende Leitlinien zur gemeinsamen Förderplanarbeit erarbeitet und der Lehrerkonferenz im Dezember 2015 beschlossen.

 

Schulentwicklungsziele in diesem Bereich:

  • Reduktion des Regelwerkes
  • Weiterqualifizierung des Kollegiums zur pädagogischen Einbindung von Tablets in den Unterricht

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